Wie funktioniert ein Bier-Rucksack und welche Zapftechnik wird für den mobilen Getränkeausschank benötigt? Rocketpacks Getränkerucksäcke können – abhängig von Getränk und Ausstattung – durch Gravitation, mit mechanischer Handpumpe oder einem geregelten CO₂-System betrieben werden.
Für stille Getränke wie Wasser, Limonade, Tee, Kaffee oder Glühwein kann bei geeigneten Behältern bereits das natürliche Gefälle für den Ausschank genutzt werden. Für Bier, Cola und andere kohlensäurehaltige Getränke stehen druckunterstützte Lösungen mit Handpumpe oder CO₂ zur Verfügung.
Auf dieser Seite erklären wir die wichtigsten technischen Unterschiede, Zapfsysteme, Befüllmöglichkeiten und Komponenten unserer mobilen Getränkerucksäcke.
Handpumpe für den mobilen Getränkeausschank
Getränkeausschank durch Gravitation
Bei stillen Getränken kann der Ausschank je nach Behältersystem bereits durch das natürliche Gefälle erfolgen. Befindet sich der Getränkeausgang im unteren Bereich des Behälters, fließt das Getränk ohne zusätzliche Druckversorgung zum Zapfhahn.
Für diesen Betrieb sind weder CO₂-Flasche noch elektrische Pumpe erforderlich. Soll ein zusätzlicher Förderdruck erzeugt werden, kann bei entsprechend ausgelegten Systemen eine mechanische Handpumpe eingesetzt werden.
Handpumpe oder CO₂ – welche Zapftechnik eignet sich für Bier?
Für den mobilen Bierausschank stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Druckerzeugung zur Verfügung. Eine Handpumpe erzeugt den Förderdruck mechanisch, während ein CO₂-System den Arbeitsdruck über einen Druckminderer kontrolliert bereitstellt.
Welche Variante sinnvoll ist, hängt unter anderem von Biersorte, Temperatur, Einsatzdauer, Behälter und gewünschter Zapfleistung ab.
- Handpumpe: kompakt, mobil und unabhängig von Strom.
- CO₂-System: gleichmäßig regelbarer Schankdruck für entsprechend ausgelegte Getränkesysteme.
CO₂-Zapfsystem für Bier und kohlensäurehaltige Getränke
Für Bier, Cola und andere kohlensäurehaltige Getränke kann ein geeignetes CO₂-System eingesetzt werden. Das CO₂ wird über einen Druckminderer kontrolliert zum Getränkebehälter geführt und erzeugt den für den Ausschank erforderlichen Schankdruck.
Je nach Konfiguration besteht das System unter anderem aus CO₂-Flasche, Druckminderer, Druckleitung, passenden Anschlüssen und Zapfhahn. Für einen sauberen Bierausschank müssen Getränketemperatur, Druck und Durchfluss aufeinander abgestimmt sein.
Wichtig: CO₂ erzeugt den erforderlichen Schankdruck, ersetzt jedoch keine Kühlung des Getränks.
Bier-Rucksack befüllen: Tank oder KEG-System
Je nach Rocketpacks Modell und Behältersystem kann das Getränk direkt in einen wiederbefüllbaren Getränkebehälter eingefüllt oder aus einem Fass bzw. KEG in den Getränkebehälter umgefüllt werden.
Bei einer KEG-Lösung müssen Fassanschluss, Fitting, Zapfkopf, Druckversorgung und Getränkeleitung technisch aufeinander abgestimmt sein. Der erforderliche Schankdruck hängt unter anderem von Getränk, Temperatur und verwendetem Ausschanksystem ab.
CO₂-Druck für den Bierausschank richtig einstellen
Der erforderliche Schankdruck ist nicht für jedes Getränk identisch. Er hängt unter anderem von Getränketemperatur, Kohlensäuregehalt, Getränkeleitung, Behälter und verwendetem Zapfhahn ab.
CO₂-Flasche, Druckminderer, Getränkebehälter und Anschlüsse müssen für den jeweiligen Betriebsdruck geeignet sein. Für den konkreten Aufbau sind die technischen Vorgaben der verwendeten Komponenten zu beachten.
Verschiedene Druck- und Befüllmöglichkeiten
Je nach Getränk, Behältersystem und Einsatzbereich stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Druckversorgung und Befüllung zur Verfügung. Die gezeigten Beispiele veranschaulichen verschiedene technische Konfigurationen für das Umfüllen, Befüllen und den anschließenden Getränkeausschank.
Welche Lösung geeignet ist, hängt unter anderem vom verwendetenGetränkebehälter, dem Getränk, der gewünschten Zapfleistung sowie dentechnischen Gegebenheiten vor Ort ab.
Externe Vorkühlung vor dem mobilen Ausschank
Bei Bedarf kann das Getränk über eine externe Kühltechnik temperiert werden. Anschließend wird das vorgekühlte Getränk in den Getränkebehälter übernommen. Der Getränkerucksack selbst verfügt über keine aktive Kühlung.
Getränketemperatur und Isolierung beim mobilen Ausschank
Ein Getränkerucksack ist kein aktiver Durchlaufkühler. Deshalb sollte Bier bereits ausreichend vorgekühlt in den Getränkebehälter eingefüllt werden.
Je nach Rocketpacks Modell unterstützen isolierte Behälter beziehungsweise zusätzliche Isoliermanschetten dabei, die vorhandene Getränketemperatur während des mobilen Einsatzes möglichst lange zu halten. Die tatsächliche Temperaturentwicklung hängt unter anderem von Ausgangstemperatur, Umgebungstemperatur, Füllmenge und Einsatzdauer ab.
Direktes Befüllen des Getränkebehälters
Wiederbefüllbare Getränkebehälter können je nach Ausführung direkt von oben befüllt werden. Ein geeigneter Trichter erleichtert das saubere Umfüllen und reduziert Getränkverluste beim Befüllvorgang.
Befüllen und Verschließen des Getränkebehälters
Getränkebehälter mit Zapfhahn und Getränkeleitung
Der Getränkebehälter wird über die Getränkeleitung mit dem Zapfhahn verbunden. Je nach eingesetztem System kann der für den Ausschank erforderliche Druck über eine Handpumpe oder eine geeignete CO₂-Druckversorgung erzeugt werden.
Getränkebehälter und Drucksystem verbinden
Bei druckunterstützten Systemen wird die Druckversorgung über den vorgesehenen Anschluss mit dem Getränkebehälter verbunden. Anschließend wird die Getränkeleitung am entsprechenden Auslass angeschlossen.
Der zulässige Betriebsdruck richtet sich nach der jeweiligen Behälter- und Systemausführung. Es dürfen ausschließlich technisch kompatible und für den vorgesehenen Druckbereich geeignete Komponenten verwendet werden.
Schneller Getränkenachschub bei Festivals und Großveranstaltungen
Bei Veranstaltungen mit hohem Getränkeumsatz ist nicht nur die Zapftechnik entscheidend. Ebenso wichtig ist eine gut organisierte Nachfülllogistik.
Für Stadien, Festivals, Konzerte und andere Großveranstaltungen können zusätzliche Getränkebehälter vorbereitet und gekühlt bereitgehalten werden. Nach dem Leeren eines Behälters kann dieser gegen einen vorbereiteten Behälter ausgetauscht werden. Dadurch lassen sich Unterbrechungen beim mobilen Ausschank reduzieren.
Die benötigte Anzahl an Rucksäcken und Wechselbehältern hängt von Besucherzahl, Getränkeabsatz, Behältergröße und Nachfüllmöglichkeiten vor Ort ab.